Thomas Klußmann: Mehr Traffic und eine bessere Conversion

Thomas Klußmann von Gründer.de erklärt im Interview, wie man mehr Traffic aufbauen und aus Webseitenbesuchern zahlende Kunden generieren kann; einen Conversion-Prozess durchführt.

Podcast Interview mit Thomas Klußmann. Abspielen. Zuhören. Aha rufen.

Interviewzusammenfassung:

Traffic und Conversion sind untrennbar miteinander verknüpft. Man kann viele Besucher auf seiner Website haben, aber das Produkt wird trotzdem nicht verkauft. Um mit einem Onlineunternehmen Geld zu verdienen, muss man Webseitenbesucher, d.h. Traffic, in zahlende Kunden umwandeln, also einen Conversion-Prozess herbeiführen. Grundsätzlich ergibt sich der Umsatz aus der Anzahl Besucher einer Website, multipliziert mit der Kaufrate. Zunächst müssen überhaupt Besucher kommen, was mithilfe von Marketingstrategien erreichbar ist. Um eine hohe Conversion-Rate zu erreichen, muss zudem auch technisches Sachverständnis vorhanden sein, denn es ist wichtig, dass eine Website sinnvoll aufgebaut ist und die Technik zuverlässig funktioniert.

Traffic generieren. Mehr Besucher auf die Seite bringen.

 

Es werden viele Mythen und Geheimnisse um den Aufbau von Trafficströmen konstruiert, was den Vorgang zu einem großen Mysterium macht. Dies liegt aber daran, dass viele Leute nicht das nötige Fachwissen haben, um erfolgreich Traffic zu erzeugen. Traffic generieren ist ein dauerhafter Prozess, der sich durch den Alltag eines Onlineunternehmers zieht, denn es reicht nicht sich nur an einem Wochenende mit dem Thema zu befassen in dem Glauben, dass der Traffic von nun an kontinuierlich zuströmt.

Zum einen kann dies über den sogenannten Paytraffic geschehen, indem man beispielsweise bei Google oder Facebook Anzeigen aufgibt und für jeden Besucher bezahlt, der über diese Werbung auf die eigene Webseite zugreift. Zum anderen können über sogenannte SEO Massnahmen, d.h. Suchmaschinenoptimierung, langfristig Besucher gewonnen werden, indem die eigene Webseite bei Google und anderen Suchmaschinen an prominenten Stellen platziert wird. Während Paytraffic unmittelbar und spürbar Traffic generiert, sind die Auswirkungen von SEO-Maßnahmen erst Wochen später sichtbar, wenn überhaupt.

Soziale Netzwerke sind potentielle Goldminen was Trafficströme angeht. Auf Facebook, Twitter, Google+, YouTube, Xing oder Linkedin lassen sich viele potentielle Kunden finden, die für das eigene Produkt zu begeistern sind. Als Anfänger, der gerade mit seinem ersten Projekt startet, sollte man sich auf eines dieser Netzwerke konzentrieren. Die Auswahl richtet sich nach dem Zielpublikum, das erreicht werden soll. Hat man ein Produkt für den Endkunden, bietet sich Facebook an, besteht das Zielpublikum aus jungen Leuten, lässt sich das Produkt auch über YouTube vermarkten. Geschäftskunden sind hingegen eher auf Xing zu gewinnen.

Von Traffic zu Conversion. Mehr Käufe aus der selben Anzahl der Besucher.

Es wird oft gesagt, Paytraffic sei Geld auf Knopfdruck, was so nicht ganz stimmt, denn damit alleine ist ja noch nichts verkauft. Man muss Besucher zu zahlenden Kunden machen, was Conversion-Optimierung genannt wird. Dies kann mithilfe von sogenannten Splittests geschehen. In seinen Grundzügen funktioniert ein Splittest so, dass man beispielsweise 1000 Besucher auf eine Webseite lockt und der einen Hälfte das Verkaufsvideo A, der anderen das Video B zeigt. Lässt man den Rest der Seite identisch und hat unterschiedliche Kaufraten, so liegt dies am besseren Video.

Beim Splittesting gilt es jedoch einige Punkte zu beachten. Zunächst sollte damit erst begonnen werden, wenn der Verkaufsprozess steht. Es bringt nichts in der Konzipierungsphase Splittests durchzuführen. Zudem sollte man sich beim Testen auf einzelne, bestimmte Punkte beschränken, die möglicherweise einen großen Einfluss haben könnten, oder bei denen man sich nicht ganz sicher ist, ob sie so funktionieren werden. Wurde ein bestimmtes Video getestet und übernommen, lässt sich ein neuer Splittest beginnen und so wird Schritt für Schritt der Conversion-Prozess optimiert. Hierfür sind gratis Tools wie Google Analytics empfehlenswert oder, bei WordPress Seiten, das kostenlose Plugin Max A (Max B).

So könnte eine Traffic und Conversion Strategie aussehen

Wenn man als Autor beispielsweise E-Books verkaufen möchte, so braucht es zunächst eine Webseite, auf der das Produkt vorgestellt und vermarktet wird. Allerdings braucht eine erfolgreiche Verkaufsseite mehr als nur eine Produktbeschreibung. Man sollte um das E-Book herum Content aufbauen, wie Informationen zum Autor liefern oder einen Blog betreiben. Als nächstes braucht es Präsenz bei einem großen sozialen Netzwerk, um potentielle Kunden zu erreichen. Bei einem E-Book bietet sich Facebook an. Dort können Leseproben angeboten werden, um Leute auf die eigene Webseite zu holen, wodurch man Traffic erzeugen kann. Erst dort beginnt der Conversion-Prozess, der im Verkaufsabschluss mündet.

Dies ist aber nur ein Beispiel, es gibt nicht die “Blockbuster” Strategie, welche in jedem Fall funktioniert. Man muss auch alternativen ausprobieren oder, bei Fortgeschrittenen, mehrere Strategien gleichzeitig fahren. Eine davon könnten Webinare sein, d.h. online Seminare, die beispielsweise auf Facebook ankündigt werden und die den Teilnehmenden einen Mehrwert bieten. Am Ende eines Webinars ist es legitim den Besucherinnen und Besuchern ein weiterführendes Angebot zu machen und so sein Produkt zu verkaufen.

Fazit

Es gibt nicht die ultimative Strategie, um Traffic zu generieren und hohe Conversion-Raten zu erreichen. Worauf es wirklich ankommt sind Fleiß, Kontinuität, Disziplin und Sachverständnis, das sich auch selbstständig aneignen lässt. Außerdem sollte man nicht mehr als drei Projekte gleichzeitig haben. Läuft das eine nicht, kann man auf ein anderes umsteigen, sollte sich aber immer auch selber hinterfragen. Laufen alle Projekte nicht gut, so könnte das auch an einem selbst und nicht am Angebot liegen. “Last but not least”, darf man nie aufgeben. Erfolg kommt nicht von heute auf morgen, sondern ist etwas, das man sich über einen gewissen Zeitraum erarbeitet; nur dann ist Erfolg auch nachhaltig.

Mario Burgard

Ich bin Mario: Direkt Marketing Werbetexter. Ich helfe Selbstständigen und Kleinbetrieben dabei Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen, über das Internet und über Printmedien . Ich unterstütze sie dabei, Werbetexten zu lernen, oder ich erstelle Verkaufstexte, Verkaufsvideos, Webinarskripte, E-Mails, oder E-Mail Serien. Das tue ich seit 2010. Ich habe bisher für 40 Klienten in über 25 Branchen gearbeitet.

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